Romane

„Was bleibt“
Jaron Verlag, Berlin 2024
Ein besonderes Kind.
Eine junge, überforderte Mutter in Berlin.
Ein Paar mit unerfülltem Kinderwunsch in Eisenhüttenstadt.
Und verschiedenste Sozialarbeiterinnen des Jugendamts.
Abwechselnd erzählen sie ihre Geschichte über einen Zeitraum von 16 Jahren.
Malou Berlin ist mit ihrem Roman „Was bleibt“ ein großer Wurf gelungen. Neben ihrer multiperspektivischen Erzählweise, die die Komplexität des Themas „Pflegekind“ allgemein und in Bezug auf den Bedarf und die Not von alkoholgeschädigten Kindern sehr realistisch abbildet, war hier eine Autorin am Werk, die spürbar seit vielen Jahren tief in der Materie steckt. „Jasons“ gibt es viele, nicht nur in Pflegefamilien. Wie gut, dass es dieses Buch gibt! Denn dieser kraftvolle Roman macht Mut und gibt Hoffnung.
Angelika Nitzsche, Landesberatungsstelle Berlin, in der „Fachzeitschrift Pflegekinder“
Das lesenswerte Buch ist spannend geschrieben, und die Autorin hat sich tiefschürfend sowohl mit FASD als auch mit den Ambivalenzen von Pflegekindern, Pflegeeltern und leiblichen Eltern ausseinandergesetzt. Es kann Pflegeeltern und Fachkräfte dabei unterstützen, eigene Haltungen und Ambivalenzen zu thematisieren und zu reflektieren. Darüber hinaus kann es gut dazu beitragen, die Beeinträchtigungen durch FASD in der allgemeinen Bevölkerung bekannter zu machen.
Prof. Dr. Annemarie Jost; die ganze Rezension auf der Website socialnet.
Malou Berlins Buch „Was bleibt“ beleuchtet ein Thema, das in der öffentlichen Wahrnehmung nur selten Beachtung findet: Fetales Alkoholsyndrom (FASD) … Es entsteht ein vielschichtiges Bild davon, wie FASD das Leben einer Familie beeinflusst und welche Herausforderungen sich daraus ergeben.
Janine Reinschmidt, Märkische-Oder-Zeitung
Für ihre Recherchen mietete sich Malou Berlin zeitweise eine Gästewohnung in Eisenhüttenstadt, tauchte ein in das alltägliche Leben, lernte Menschen kennen und sammelte Eindrücke von der Natur bis zum Stahlwerk. All das spiegelt sich auch in ihrem Roman.
Janine Reinschmidt, Märkische-Oder-Zeitung

„Brandspuren“
Querverlag, Berlin 2016
Trotz aller Tragik ist „Brandspuren“ durchaus humorvoll wie auch sinnlich geschrieben, mit Szenen im Hamam, dem türkischen Bad, mit Sex, gutem Essen und frisch-frechen Dialogen zu einem Thema, das aktueller nicht sein könnte.
Maria Frickenstein, Neue Westfälische, Bielefeld
Es ist ohne Frage auch eine deutsch-deutsche Geschichte, die uns Malou Berlin mit ihrem Roman erzählt, eine Geschichte von Feindschaft und Verdrängung, von neuen Mauern, die nach dem Fall der Mauer nun bedrohlich sich in den Köpfen der Menschen aufzurichten beginnen.
Miriam N. Reinhard, Intervention, Hamburg
Malou Berlin gelingt mit „Brandspuren“ ein spannender Roman, der eindringlich aufzeigt, wie Rassismus, Intoleranz, Gewalt und die Angst davor Menschenleben beeinflussen und zerstören können.
Birgit Holzer, Virginia, Wien
„Brandspuren“ greift ein hochaktuelles Thema auf und zeigt durch die Charaktere im Roman, dass Angst menschlich ist und Mut auch im Alter bewiesen werden kann. Unbedingt lesen!
Nancy Schmolt, Eisenherz, Berlin
Mit dieser starken Figur der Zeugin spricht der Roman von Malou Berlin mitten in die Konflikte unserer Gegenwart hinein. Er formuliert eine Gegenstimme in einer Zeit, in der rechte Populisten Erfolge haben.
Miriam N. Reinhard, Intervention, Hamburg
„Brandspuren“ ist ein lesenswertes Buch, das eine Parallele zieht zwischen der Situation Anfang der 1990er Jahre und den letzten zwei Jahren. Es ist ein einfühlsames Buch, die Personen kommen den Lesenden nah, man möchte mehr über sie wissen und erfährt schon viel. Und es ist eine spannend erzählte Geschichte, die der Rezensent beinahe in einem Rutsch verschlungen hat.
Jörg Meyer, Neues Deutschland, Berlin
Malou Berlin ist ein großartiger Roman gelungen: eine überzeugende und originelle Geschichte, politisch aktuell und durchdacht, zudem gut erzählt und mit vielschichtigen Charakteren. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite geht es um Verantwortung angesichts rassistischer Gewalt und um komplexe und sehr diverse Beziehungsgefüge.
Julia Roßhart in L-Mag, Berlin
Ein Roman, der aktueller nicht sein könnte.
Sigrun Klüger, Kulturette, Braunschweig
Malou Berlin nimmt uns in diese ostdeutsche Wirklichkeit mit, sie bringt Leere, Verlassenheit und Beklemmung zum Sprechen.
Miriam N. Reinhard, Intervention, Hamburg
Vor allem regionale Eigenheiten werden den Lesern dieser spannenden, lesenswerten Geschichte nicht verborgen bleiben.
Marion Dammaschke, „Der Randberliner“

„Zeit bis Mitternacht“
Querverlag, Berlin 2006
Malou Berlin gelingt es, sich sehr behutsam und ohne jeglichen Voyeurismus mit den Misshandlungserfahrungen einer Frau auseinander zu setzen. Die Mauer fungiert in ihrer Erzählung nicht nur als physische Trennwand zwischen zwei Frauen, sie symbolisiert gleichzeitig die innere Gespaltenheit Frankas. Und auch die wunderschöne Liebesgeschichte der beiden Frauen, die nach der Überwindung der realen Mauer an Frankas innerem Schutzwall zu scheitern droht, kommt keineswegs zu kurz.
Paula Bolyos, WeiberDivan, Wien
Malou Berlin gelingt es, sich sehr behutsam und ohne jeglichen Voyeurismus mit den Misshandlungserfahrungen einer Frau auseinander zu setzen. Die Mauer fungiert in ihrer Erzählung nicht nur als physische Trennwand zwischen zwei Frauen, sie symbolisiert gleichzeitig die innere Gespaltenheit Frankas. Und auch die wunderschöne Liebesgeschichte der beiden Frauen, die nach der Überwindung der realen Mauer an Frankas innerem Schutzwall zu scheitern droht, kommt keineswegs zu kurz.
Paula Bolyos, WeiberDivan, Wien
Malou Berlin schafft es auf zurückhaltende Art und Weise, mit bestehenden Vorurteilen der ehemaligen Nachbarländer aufzuräumen. Alles in allem ein aufklärendes Buch, eingewoben in eine zarte Liebesgeschichte, die jede Nacht aufs Neue die Zäsur von Mitternacht hat.
Silvy Pommerenke, Aviva Berlin
‚Zeit bis Mitternacht’ ist in Nachwenderoman, der aus zeitlichem und emotionalem Abstand einen kleinen Ausschnitt der letzten DDR-Jahre poetisch aufarbeitet. Schön, dass die Liebe und ihre Anmut dabei im Vordergrund stehen.“
Diane T. Schöppe, Siegessäule, Berlin
Das Bild beider alter Republiken soll aufgebrochen werden, da war keine Idylle, aber lebendiger Alltag. Es geht der Autorin auch nicht um die Veränderungen im sozialen Gefüge, vielmehr will sie auf die Unterschiede zwischen Ost und West hinaus und – 16 Jahre nach Fall der Mauer – so etwas wie eine Gewinn- und Verlustrechnung aufmachen, bei der der Osten weit besser abschneidet, als in vielen anderen literarischen Arbeiten zum Thema sonst.
Regina General, Freitag, Berlin